Atemtherapie

Atmen ist etwas sehr Kostbares, denn die Leistungsfähigkeit unseres Körpers hängt im Wesentlichen von unserer Atmung ab. Zudem ist die Atmung wie „ein Spiegel unseres Seins“.
Das Atemgeschehen, ein äuĂźerst sensibler Vorgang, reagiert auf alle inneren und äuĂźeren EinflĂĽsse. Wer kennt nicht Redewendungen wie: „Das nimmt mir den Atem“, „vor Erleichterung aufatmen“, „vor Schreck den Atem anhalten“, „einen langen Atem haben“, die deutlich den Zusammenhang zwischen unserer Atmung und einem inneren und/oder äuĂźeren Geschehen zeigen.

Gerade zivilisationsbedinge Erkrankungen stehen häufig mit Überforderung (Stress) oder Unterforderung im Zusammenhang und zeigen sich mit mehr oder weniger stark ausgeprägten Veränderungen im Atemgeschehen. Bei Anstrengung, Aufregung, Angst, Überforderung und Schmerzen verändert sich der Muskeltonus, so auch der Tonus des Zwerchfells, unserem wichtigsten Atemmuskel.
Ist die Belastung länger anhaltend, kommt es zu Atemfehlformen oder Atemstörungen, die sich auf das körperliche und seelische Wohlbefinden auswirken und somit zu weiteren körperlichen Beschwerden führen können.
Atemtherapie wirkt spannungsregulierend auf Muskulatur und das vegetative Nervensystem und trägt zur Verbesserung der Lungenkapazität, Kräftigung der Atemmuskulatur, so auch zur Aktivierung der Zwerchfellbewegung, und zu einer allgemeinen Leistungssteigerung bei.
Atemtherapie wird zudem zur Verbesserung der Körperwahrnehmung, zur Selbsteinschätzung der Belastbarkeit und zur Entspannung, unabhängig vom Krankheitsbild, angewandt.

Anwendung findet Atemtherapie in Form einer Atembehandlung oder Atemmassage bei:

• Atemfunktionsstörungen wie Asthma bronchiale, COPD u.a.
• Funktionelle Störungen des Verdauungs-, Herz- und Kreislaufssystems
• Stress- und Überlastungssyndrome wie häufige Infektanfälligkeit, Kopfschmerzen,
   Schlafstörungen, Tinnitus
• Aufmerksamkeits- und Konzentrationssstörungen,
• Lernschwierigkeiten, Schul- und Versagensängste
• Migräne, Depressionen, Ängste
• Psychosomatische Beschwerden und Erkrankungen
• Rückenschmerzen, Haltungsfehlformen
• zur Rehabilitation nach Operationen und schweren Krankheiten

und in der Begleitung von Sterbenden (Palliative Atemtherapie)

Atemtherapie eignet sich fĂĽr Erwachsene jeden Alters, wie auch fĂĽr Kinder und Jugendliche.